Sexualbegleitung

Als Sexualbegleitung treffe ich Menschen mit (und ohne) Behinderung und verbringe intime Zeit mit ihnen. Dabei geht es nicht primär um Wunsch- und Bedürfniserfüllung, sondern darum, Zeit körperlich und emotional wohlig zu verbringen und praktisch miteinander zu lernen, was sich gut anfühlt – und wie zwei Menschen gemeinsam und konsensuell ihre Lust erleben und gestalten können.
Sexualität gehört zu jedem Menschen – unabhängig von Alter, Körper oder Behinderung. Trotzdem erleben viele Menschen mit und ohne Behinderung Barrieren, wenn es um Berührung und Intimität geht. Sexualbegleitung schafft hier einen geschützten Raum: ein Angebot, in dem Wünsche ernst genommen, Grenzen respektiert und körperliche Erfahrungen ermöglicht werden können.
Sexualbegleitung ist kein Ersatz für eine Beziehung, aber sie kann helfen, Vertrauen in den eigenen Körper zu stärken, neue Erfahrungen zu machen und Lust, Nähe und Intimität zu erleben – so, wie es für dich passt.
Ablauf & Kosten
Wenn du dich für ein Treffen mit mir interessierst, dann kontaktiere mich gerne über mein Kontaktformular. Einem Treffen geht in der Regel ein Telefonat voraus, um den tatsächlichen Bedarf, so wie Wünsche oder Fragen zu klären.
Wie genau unsere Begegnung aussehen wird, das besprechen wir dann gemeinsam. Du bezahlst gemeinsame Zeit – keine bestimmten Dienstleistungen.
Eine Sexualbegleitung kostet pro Stunde 150€ – 250€.
Hinzu kommen Fahrtkosten von 0,30 € pro Kilometer. Bei Anfahrten, die länger als eine Stunde dauern, berechne ich zusätzlich eine Fahrzeitpauschale von 15 € pro Stunde.
Solltest du mein Angebot nicht in voller Höhe bezahlen können, melde dich trotzdem gern – wir finden gemeinsam eine stimmige Lösung!
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Sexualbegleitung in Deutschland
Sexualbegleitung gilt in Deutschland rechtlich als Sexarbeit und fällt damit unter das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Dieses Gesetz soll Sexarbeiter*innen schützen, bringt jedoch in der Praxis auch Herausforderungen mit sich – insbesondere durch die fortbestehende gesellschaftliche Stigmatisierung.
Vorurteile gegenüber Menschen in der Sexarbeit sind nach wie vor weit verbreitet. So erleben meine Kolleg*innen und ich – vor allem in größeren Einrichtungen, in denen wir Klient*innen begleiten – immer wieder Skepsis, Misstrauen oder sogar offene Ablehnung seitens Angehöriger oder Mitarbeitender. Unsere Expertise in den Bereichen Sexualität, Empathie und Selbstbestimmung wird dabei häufig übersehen oder nicht ernst genommen.
Die größten Vorurteile und Unsicherheiten rund um Sexualität und Behinderung begegnen mir oft im Umfeld der Betroffenen selbst – bei Angehörigen, Pflegenden oder Betreuungspersonen. Ihre Sorge um Schutzbefohlene ist nachvollziehbar, gerade angesichts der hohen Missbrauchsrate, besonders bei Frauen mit Behinderung. Doch vielen ist nicht bewusst, dass Sexualbegleitung auch ein Weg sein kann, Selbstbestimmung und Schutz zu fördern.
Um dem etwas entgegenzusetzen und Aufklärungsarbeit auf institutioneller Ebene zu leisten, habe ich 2024 eine Weiterbildung zur Sexualpädagog*in bei der Praxis für Sexualität in Duisburg begonnen. Seitdem biete ich Workshops und Schulungen an – insbesondere zu den Themen Sexualität und Behinderung, Inklusivität und Diversität.
